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10 Mythen über Meditation

| Magazin | 16. Januar 2015

Oft wird Meditation mit Entspannung, bioenergetischen Übungen, mit spirituellen Erfahrungen und auch mit Gesprächen mit Gott gleichgesetzt. Lies hier über 10 Mythen in der Meditation, über das, was über sie geglaubt wird.

‘Ach, das ist doch alles Meditation,’ sagt ein MentalCoach und Erfolgs-Trainer zu mir. ‘Entspannungstechniken, Hypnose, Trance, bioenergetische Übungen … im Grunde ist das doch alles das Gleiche.’ Stimmt, es ist alles das Gleiche, insofern, als es alles nichts mit Meditation zu tun hat.

Meditation ist auch kein göttliches Licht oder ein göttlicher Ton, es ist kein Aufsteigen von Kundalini Energie oder die innere Sicht magischer Farben. Meditation ist nicht Fliegen und Zaubern können, Zwiegespräche mit Gott halten oder was sonst noch dem Wesen der Meditation untergejubelt wird. Unser Unterbewusstsein ist trickreich: Es produziert, was wir sehen und hören wollen. In diesem Sinne sind auch Erfahrungen und Erlebnisse relativ, sie haben mit allem Möglichen zu tun, jedoch entsprechen sie nicht dem Zustand von Meditation.

Missverständnisse über den Zustand von Meditation

Der buddhistische Meditations-Lehrer Bodhipaksa hat zehn Mythen beschrieben, zehn Missverständnisse, die Leute normalerweise mit Meditation verbinden. Die Liste ließe sich leicht verlängern…

Obwohl Meditation heutzutage weit verbreitet ist, im Sport zum Beispiel, in der Medizin, in der Psychiatrie und dann von Millionen von Menschen überall in der Welt als tägliche Übung, gibt es trotzdem viele Missverständnisse darüber, was Meditation eigentlich ist.

10 Mythen – was über Meditation geglaubt wird

1. Mythos: Meditation ist einfach Entspannung

Innere Entspannung ist Voraussetzung dafür, dass Meditation geschehen kann. Meditation ist jedoch viel mehr als die Entspannung des Körpers, sie geht über Körperempfindungen hinaus.

2. Mythos: Meditation ist nur Selbsthypnose

Hypnose kann zur Vertiefung von Meditation benutzt werden, ist jedoch selbst keine Meditation. Hypnose ist eine Technik, mehr über sein unbewusstes Verhalten zu erfahren.

3. Mythos: Meditation ist Konzentration

Die Konzentration auf bspw. den Atem ist eine Technik, die den Zustand von Meditation einleiten soll. Konzentrationsübungen sind eine Vorstufe, bei der die streunenden Gedanken eingefangen und zentriert werden sollen. Meditation ist jedoch ein Zustand, der über Zentrierung hinausgeht. Der Atem wird dann wahrgenommen, und alles andere auch – die Umgebung, der Körper und der, der wahrnimmt. Vertiefendes über die Vipassana Meditation.

4. Mythos: Es gibt technologische Schleichwege

Kein mechanisches Hilfsmittel wie Mind-Maschinen oder Mind-CDs, die die Gehirnwellen verändern, können den Zustand von Meditation erschaffen. Solche technologischen ‘Gehirnentspanner’ wie auch Medikamente und Drogen können zwar das Gehirn in einer Weise beeinflussen, die Meditationstechniken gefühlt ähnlich sind. Wenn die Wirkung der Mittel nachlässt, ist der Mensch jedoch wieder der gleiche, der er vorher war. Technologische Hilfsmittel erschaffen keine Verwandlung und kein Verstehen. Im Zustand von Meditation vertieft sich Verständnis, es entsteht innere Weisheit und die Kraft, seine Erkenntnisse ins Leben zu bringen.

5. Mythos: Du musst in der Lotus-Position sitzen

Du kannst in jeder entspannten Haltung meditieren, es muss kein schwieriger Lotus Sitz sein. Manchmal ist es schwierig, entspannt zu sitzen, deshalb sind die aktiven Meditationen hilfreich. Meditation im Stehen, beim Tanzen, beim Summen… in Bewegung bleibst du leichter wach und aufmerksam. Im Liegen neigt jeder Meditierende dazu, einzuschlafen, deshalb ist es ratsam, anfangs nicht zu liegen.

6. Mythos: In der Meditation sagst du immer “AUM”

Die Mantra-Meditation wie die AUM-Meditation, ist nur eine von vielen traditionellen Meditationen. Ein Mantra zu wiederholen, das ist eine Technik, die das Denken beruhigt und den Kopf entspannt und so das generelle Wohlbefinden fördert. Die Mantrameditation hat auch eine problematische Seite: die eintönige Wiederholung eines Wortes schläfert den Verstand ein. Meditation beinhaltet jedoch die Schärfung der Wahrnehmung und ist das Gegenteil von Einschläfern.

Es gibt unzählig viele Meditationstechniken. Finde eine für dich, die dich berührt und dir gut tut. Die richtige Meditation ist die, die du gerne machst. Hier findest du eine Auswahl von Anleitungen zum Ausprobieren.

7. Mythos: Meditation hat etwas mit Religion zu tun

Was ist religiös daran, seinen Atem zu beobachten? Es braucht keine Rituale, um zu meditieren. Es braucht keine Moralvorstellungen oder 10 Gebote, es braucht niemanden, der das Göttliche für dich interpretiert. Meditation ist eine individuelle Sache, die sich für jeden Menschen anders gestaltet.

8. Mythos: Meditation hat etwas mit dem Fernen Osten zu tun

Meditationstechniken können unabhängig von Alter, Kultur und Lebensumständen praktiziert werden. Östliche Kulturen haben viele Jahrtausende die ‘Wissenschaft des Inneren’ erforscht und sind zu erstaunlichen Erkenntnissen gekommen. Im Westen hat man mit ähnlicher Intensität die äußere Welt erforscht und Großes vollbracht. Der Westen steht nun vor der Herausforderung, den selben Forscherdrang nach innen zu richten. Durch Meditation können Menschen jeder Kultur – ob Ost oder West – die innere Welt erfahren und erforschen.

9. Mythos: Meditation ist für Leute, die aus der Realität fliehen

Das Gegenteil ist der Fall: Du begegnest deiner Wut, deinen Illusionen, deinen Sehnsüchten und Schmerzen. Meditation ist für mutige Menschen. Mut ist eine der grundlegenden Eigenschaften eines Meditierenden. Es braucht Mut, sich zu erkennen, sich zu unterstützen und seiner Wahrheit zu folgen, selbst wenn die Umgebung andere Erwartungen hat. Mitgefühl und Intelligenz wachsen mit Meditation.

10. Mythos: In der Meditation geht es darum, einen leeren, gedankenlosen Verstand zu haben

In der Meditation nimmst du Gefühle, Gedanken, Empfindungen wahr und siehst, wie Kopf und Körper zusammenspielen. Es ist gleichgültig, ob Gedanken im Kopf sind oder ob er leer ist, denn Meditation geht über den Kopf, die Gedanken, das Gehirn und das, was ‘mich’ normalerweise ausmacht, hinaus. Es ist die Entwicklung des Verständnisses, wer ich wirklich bin (und wer nicht).

Jetzt wissen wir also im Wesentlichen, was Meditation nicht ist. Aber was ist sie dann?
Schau mal hier auf FindYourNose, da gibt es täglich neue Beiträge über das, was Meditation ist…

Dieser Artikel hat uns das Online-Magazin „Find your nose“ freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Ein Beitrag von Samarpan P. Powels, Meditationslehrerin, Herausgeberin von FindYourNose, Herzschmerz Tipps, FUND.YourNose.de und FindYourNose Online Marketing.

   

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