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Entschleunigung

| Anders Leben | 4. Dezember 2017

Dies ist die Zeit der langen Nächte. Wenn das Licht sich zurückzieht und der Dunkelheit Raum gibt, öffnen sich unsere inneren Räume – wenn wir es zulassen können, uns der Zeitqualität hinzugeben.

In unserem Alltag ist aber gerade jetzt eine Zeit der Muße und Stille kaum möglich. Wir können die Nacht zum Tage machen und sollen daher auch im Winter genauso fit und leistungsfähig sein, wie im Rest des Jahres. Dabei ist die vorherrschende Energie der Natur der Rückzug in die Stille. Die Pflanzen ziehen sich unter die Erde zurück. Der Saft in den Bäumen fließt zurück zu den Wurzeln.

Die Natur zeigt uns, was wir jetzt tun sollten. Ruhe ist heilsam, damit die „Stille Zeit“ nicht in Vorweihnachtszeit Stress ausartet sondern genutzt werden kann, um das Sein zu genießen, zu malen oder zu lesen, das Jahr in der Rückschau vorbei ziehen zu lassen, auszuwerten und auch einmal Nichts zu tun. Damit wird Raum geschaffen für Impulse aus der Seele, die zart und oft leise sind. Du kannst sie nur wahrnehmen, wenn Du Dir Zeit für Dich alleine gönnst.

Wir können zumindest für ein paar Minuten täglich in eine friedvolle Stille eintauchen. Das entschleunigt unser geschäftiges Tun. Ich habe mich bereits seit langem mit der Stille in der Dunkelheit angefreundet und dort schon manche Schätze gefunden.

Doch es wird auch in der dunklen Zeit für ausreichend Stress gesorgt: statt stillem Advent, anstrengende Weihnachtsfeiern, Shopping Marathons und statt stiller Nacht laute Partys und Geschenk-Orgien. Zum guten Schluss des Jahres wird die, dann vielleicht tatsächlich eingekehrte Stille, mitten in den Raunächten vom Silvester-Feuerwerk zerfetzt.

Es gibt viele Arten, sich den Winter schön zu gestalten. Wer einen Kamin oder Holzofen hat, kann sich mit dem lebendigen Feuerelement eine große Portion Kraft und innere Wärme holen. Lange in die Flammen zu schauen, entspannt und fördert Trance-Zustände.

Auch Kerzen zaubern eine sehr besondere Atmosphäre. In meiner Kindheit liebte ich die „Dämmerstündchen“, die meine Mutter in dieser Zeit mit uns veranstaltete. Es gab Tee oder Kakao und wir bekamen ein paar Plätzchen und Nüsse. Kerzen brannten und vielleicht spielte manchmal eine Schallplatte mit Winterliedern. Aber meistens sangen wir selbst. Dabei bastelten wir etwas oder malten, klebten und hörten den Geschichten meiner Mutter zu. Heute bin ich sehr froh, dass wir damals kein Fernsehgerät hatten.

Unsere Kolumnistin Karina Brenk-Ramirez war viele Jahre lernend in der Welt unterwegs, unter anderem in England und Westafrika. Von 1986 bis 2004 führte sie den spirituellen Buchladen namens AVALON in Kassel. Jetzt lebt sie als Therapeutin in Kassel und gibt ihre Erfahrung in Seminaren, Jahresgruppen und Workshops weiter und zelebriert die Rituale der Erde.

Hier gibt es weitere Informationen über sie: www.avalon-seminare.de

   

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