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Räucherfeder oder Räucherfächer?

| Räuchern | 28. Juli 2014

Foto: Wildgänsefedern-Räucherfächer

Gerade die Räucherfeder erscheint mir wie der Stab eines Dirigenten, um den Rauch so zu dirigieren, dass er auch an allen Stellen seine ‚Arbeit‘ erledigen kann.

Über den Umgang mit der Räucherfeder hab ich schon einmal ausführlich im tip-Magazin berichtet: Richtig räuchern.

Trotzdem möchte ich dem begeisterten Anfänger nochmals raten, erst mit einer Einzelfeder zu beginnen und später auf einen Räucherfächer umzusteigen.

Und warum denn eine Feder? Nun, ich habe schon mit allen möglichen und unmöglichen Dingen gewedelt, wenn ich meine Räucherfeder vergessen hatte. Einmal nahm ich meinen Hut. Es war total unpraktisch, dieses große Teil richtig zu bewegen, ein anderes mal einen Pappkarton. Der war zwar stabiler, aber schlussendlich auch nicht zielführend. Es hat eher mehr Unheil gegeben, da mir das glühende Räucherwerk davongestoben ist. Auch einen hölzernen Fächer nahm ich einmal aus Verzweiflung, aber auch das war nicht der Weisheit letzter Schluss. Zumindest hat es mich gelehrt, dass ich jetzt immer meine sieben ‚Sachen‘ beisammen habe, wenn ich zum Räuchern gehe.

Für mich steht die Feder im Luftzeichen – somit ist sie die Schwester des Rauches. Und die beiden arbeiten dann wirklich gut zusammen.

Wie bei den verschiedenen Räuchermischungen setze sich verschiedene Federn oder Fächer beim energetischen Räuchern ein. Jede Feder hat ihre eigene Kraft – die Energie, die der Vogel auch als Krafttier aufweist. Federn von Greifvögeln sind allgemein im Handel nicht erhältlich. Bei Falknern sind sie zum Teil mit dem notwenigen Zertifikat erhältlich. Trotzdem möchte ich ein paar von ihnen mit in unsere Reihe aufnehmen. Und wenn schon, dann bleiben wir bei den Greifvögeln unserer Region.

Adler
Er gilt zu recht als der König der Lüfte. Er ist mächtig und kraftvoll. Manchmal reicht es schon, mit einer Adlerfeder einen Menschen ‚abzustreichen‘ und er ist energetisch gereinigt.

Eule
Wir wissen alle, dass die Eule mit Weisheit in Verbindung gesetzt wird. Als ‚Adler der Nacht‘ wird ihr auch das Totenreich zugeschrieben. Für mich ist sie die optimale Feder, wenn es um Ahnenräucherungen (auch Familienaufstellungen) oder Samhain geht.

Ente
Aus der Mythologie ist bekannt, dass die Enten einen Bezug zu Ostara haben und damit auch zu Wiedergeburt und neuem Leben. So wie das Wasser an dem eingefettetem Federkleid der Ente abfließt und sie schützt, können wir sie auch für eine Schutzräucherung einsetzen. Natürlich passt sie zu Ritualräucherungen am Oster-Fest. Ich bevorzuge die Federn der Wildente.

Falke
Der Falke wird als Symbol des Kriegers gesehen. Wobei für mich das Räuchern nichts mit Krieg zu tun hat. Hier geht es eher um die Energie, die ja auch Aktivität, Mut, Entschlossenheit, schnelles Handeln usw. versinnbildlicht. Es kann auch trostreich und ermutigend sein, so einen starken Partner beim Räuchern an seiner Seite zu haben.

Gans
Wir alle wissen, wie wachsam Gänse sind und dass sie auch ihre Jungen schützen und verteidigen. So ein Zwicker in die Wade ist doch recht unangenehm.
Hier haben wir die ideale Feder, um mit einem Schutzräucherwerk nachzuräuchern.

Geier
Ich möchte gern hier den Geier mit hinein nehmen, da ich selbst mit einer Geierfeder arbeite und ein bisserl am Image dieses Vogels arbeiten möchte. Bekanntlich sorgen die Geier dafür, dass totes weitmöglichst entfernt wird – insofern unterstützen sie die Reinigung und Transformation auch beim Räuchern. Wie die Eule stehen sie für Ahnenkontakte. Somit ist die Geierfeder optimal, wenn es darum geht, generationenalte, verkrustete, verwesende Energien zu entfernen. Meine Geierfeder ist an einem Röhrenknochen angebracht und ich liebe es, damit zu arbeiten, denn sie ist sanft und trotzdem stark.

Rabe
Gleich vorweg, mein größter Räucherfächer besteht aus einem Rabenflügel, und er ist auch mein Universalwerkzeug, ob bei energetischen Reingungen oder Ritualen. Die Verbundenheit begründet sich darin, dass der Rabe mein Krafttier ist, und ich mich überall wohl fühle, wo sich das Rabenvolk aufhält.
Da ja Odins Raben Hugin und Munin für Vergangenheit und Gegenwart stehen, geht für mich auch die Kraft der Rabenfeder noch ein bisserl tiefer in die alten Energiefelder. Auch der Rabe steht für Tod und Wiedergeburt, und somit für Übergänge und Transformation. Er gilt als Magier und auch als Schelm. Seht ihr, welch eine Bandbreite er abdeckt?

Schwan
Wenn wir uns einmal eine Flügelfeder des Schwanes betrachten, dann sehen wir ihr schon an, dass wir es da mit etwas kräftigem zu tun haben. Und die Geschichte vom hässlichen Entlein kennen wir ja auch alle. Dieser prachtvolle Vogel steht für den Neubginn, Veränderungen oder Übergänge. Also ist die Schwanenfeder ein idealer Begleiter bei Ritualen, die dieses Thema in sich tragen.

Truthahn
Ich führe ihn auf, da es zumeist Räucherfedern von ihm im Handel gibt. Sie sind um ‚Teil sehr schön. Ich hab schon schwarze, rein weiße und auch gemusterte gesehen, die aussahen wie die Federn eines Greifvogels. Nun, auch sie erfüllen ihren Zweck, ohne Zweifel.

Doch wenn ich dann noch Unterstüzung vom einem Tierspirit bekomme, dann geht halt auch einiges leichter.

Wir müssen mit dem Federwerk nicht immer aktiv sein. Manchmal genügt es schon, eine Feder auf den Räucheraltar zu legen, wenn wir uns im Rauch und in die Meditation vertiefen.

Rauchige Grüße
Walter

Unser Autor Walter Siegl arbeitet seit 30 Jahren „energetisch“. Er trommelt, hält Rituale ab und seit einigen Jahren beschäftigt er sich intensiver mit dem Thema „Räuchern“. Inzwischen gibt er Seminare zum Thema und stellt selbst Räuchermischungen her.

Seinen Shop findet Ihr hier: www.raeucherwerkstatt.com

   

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