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Räucherkräuter-Lexikon – Buchstabe: B – Teil 1

| Räuchern | 10. Mai 2017

Baldrian – Bärentraube – Bärlappkraut

Baldrianwurzel
valerina officialis

Baldur mag wohl der Namensgeber des Baldrians sein, der germanische Sonnengott, und trotzdem wird die Pflanze dem Mond zugeordnet. Der Baldrian gilt als Einschlafkraut schlechthin und ist schon lange Zeit in der Volksmedizin weithin vertreten.

Beim Räuchern verwenden wir die Wurzel – am besten fein gemahlen. Kräftigend und entspannend, schützend und reinigend, aber auch gut für die Liebe, das sind nur einige der Punkte, für die eine Räucherung mit Baldrian stehen.

Ich nutze den Baldrian äußerst vorsichtig in meinen Mischungen, denn er hat einen sehr eigenwilligen Eigengeruch, und wenn man mal zuviel erwischt, kanns schon sein, dass er dann mal ’stinkt‘ – was ja bei einer Liebesräucherung sicherlich kontraproduktiv ist.

Räuchern mit Baldrian

Abend-Räucherung, Annehmen, Beruhigung, Chakras, 3. Auge, Elementare, Entspannung, Exorzismus, Geborgenheit, Germanische-Räucherung, Intuition, Kraft, Luststeigerung, Mond-Räucherung, Mut, Nervosität, Reinigung, Schlaflosigkeit, Schutz, Selbstwert, Stress, Traumarbeit, weibliche Kraft, Wohlstand.

Bärentraube
arctostaphylos officinalis oder a. uva ursi

Dass die Bären gerne die Fürchte dieser Pflanze genascht haben – daher kommt wohl der Name. Und ein Zweig der Bärentraube tragen all diejenigen am Körper, die sich nächtens vor Geistern und anderen Nachtwesen ängstigen und schützen wollen.
Ein Aspekt der Räucherung mit der Bärentraube ist für mich, die Stärkung der männlichen Kraft. Dazu gehört weniger der Matcho, als mehr die Tugenden, die dieser Energie zugeschrieben werden, wie Mut, Stärke, Ausdauer, Aktivität usf.
Und da unsere Außenwelt arm an Ritualen ist, bevorzuge ich die Bärentraube für Räucherrituale.

Räuchern mit Bärentraubenblätter
zur Desinfizierung, Steigerung der männlichen Kraft, Räucherrituale.

Bärlappkraut
lycopodium clavatum

Es ist schon interessant, welchen hohen Stellenwert verschiedene Pflanzen hatten. So auch der Bärlapp, der von einem weiß gekleideten, barfuß gehenden Priester geerntet werden mußte, dazu noch mit der linken Hand, ohne dabei die Pflanze berühren zu dürfen. Und heute – meist haben diese heiligen Kräuter nur noch das Prädikat ‚Unkraut‘.

Verschiedene Namen zeigen uns auch auf, wie er in der Gesellschaft eingestuft wurde: als Druidenkraut, Hexenkraut, große Wolfsklaue. Schlangenmoos, usw. wurde er benannt.

Auch das Sporenpulver (Hexenmehl) hatte in der Volksmedizin einen hohen Stellenwert. Und bei ‚Zauberern‘ diente es, ins Feuer geworfen, als Blitzemacher.
Das Bärlappkraut wird vor allem verräuchert, um sich mit positiver Energie zu umgeben und die Geister in eine wohlgesonnene Stimmung zu versetzen. Dabei entsteht auch ein Schutzwall gegen schädliche Gedanken und garstige Wünsche. So wurde das Bärlappkraut auch bei Zeremonien und Stammesfesten verräuchert, um ein positives geistiges Umfeld zu haben.

Räuchern mit Bärlappkraut

Positives geistiges Umfeld, Schutz, positive Energien

Rauchige Grüße sendet Euch
Euer Walter

Unser Autor Walter Siegl arbeitet seit 30 Jahren „energetisch“. Er trommelt, hält Rituale ab und seit einigen Jahren beschäftigt er sich intensiver mit dem Thema „Räuchern“. Inzwischen gibt er Seminare zum Thema und stellt selbst Räuchermischungen her.

Seinen Shop findet Ihr hier:  www.waldviertler-raeucherwerkstatt.at

    

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