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Räucherkräuter-Lexikon – Buchstabe F – Teil 2

| Räuchern | 8. Februar 2018

Fenchel – Fichte – Flieder

Fenchelsamen
foeniculum vulgare

Bevor der Fenchelsamen geräuchert wird, muss er sorgsam gemörsert werden, denn sonst kann er mit einem Knall von der Glut hüpfen und Verbrennungen an der Hand oder woanders hervorrufen.
Eine Fenchelräucherung ist angebracht, um Lösungen oder Klärung von Problemen zu schaffen. Dazu sorgt er noch für innere Stabilität und spendet Trost. Er sorgt nicht nur für Entspannung und beruhigt, er kann uns auch von Einsamkeitsgefühlen erlösen.

Räuchern mit Fenchelsamen:

Entspannung, innere Stabilität, Klärung, Reinigungsrituale, Schutz, Trost

Fichtenharz – Waldweihrauch
Picea abies

Ich liebe ihn und freue mich über jede Räuchermischung, die ich mit dem aromatischen Fichtenharz bereichern kann.

Alleine schon der Waldspaziergang, der dann noch zusätzlich mit Fichtenharz bereichert wird (nicht ohne mich dafür zu bedanken und auch den Fichten etwas zurück zu geben).

Reif muss er sein, also fest und hart, ansonsten lasse ich ihn am Baum. Später dann, den Waldweihrauch mit dem Mörser schön fein mahlen – und da kommt schon ein feiner Duft hoch. Manchmal nehm ich auch einen kleinen Klumpen, leg ihn in die Schale eines ausgebrannten Teelichtes und stell es auf die Herdplatte meines Holzofens – und schnell zieht der bekannte etwas scharfe aber doch würzige Duft durch den Raum. Oftmals erinnert mich die Farbe des Harzes an den Bernstein.

Beim Räuchern setzte ich ihn dann ein, wenn es um Reinigung oder Schutz geht, wenn ich Energien von schlecht gelaunten Menschen aus dem Haus haben will, oder auch, wenn mich eine Erkältung im Hals kratzt, oder das Atmen schwer fällt. Bei der Räucherung sorgt die Fichte auch für Mut und Selbstvertrauen oder unterstützt unsere Kreativität. Das Feld des Einsatzes ist schier unendlich.

Räuchern mit Fichtenharz:

Abgrenzung, Öffnen der Atemwege, energetischer Aufbau, Aurareinigung, Beruhigung, dämpft Depressionen, Desinfizierung, Entspannung für Geist und Körper, Erdung, Gedankenklärung, Germanische Räucherung, Geistige Klarheit, Konzentration, Kräftigung, Kreativität, Meditation, Merkur-Räucherung, Mut, Nervosität, Neubeginn, Reinigung, Ruhe, Schutz, steigert unser Selbstvertrauen, Wachheit, stärkt die weibliche Kraft, Zwillings-Räucherung.

Fichtennadeln

Die Rune Kenaz wird der Fichte zugeordnet. Diese Rune symbolisiert die Fackel. Somit erleben wir das Feuer in seiner kontrollierten Form.

Die Fichte ist in unseren Breiten nicht mehr weg zu denken. Das ist auch gut so, denn dieser Baum steht für das Leben, die Fruchtbarkeit (Maibaum) und dem Schutz (Weihnachten). Und wenn er an Weihnachten dann noch mit Kerzen versehen ist – dann haben wir einen wahren Lichtbaum.

Ich verräuchere von der Fichte alles, also auch Zapfen, Rinde, Holz, Harz und natürlich die Nadeln.

Manche räuchern die Nadeln für Heilung, Reichtum und Fruchtbarkeit; andere zur Kräftigung und Reinigung der Atemwege. Sie gibt uns aber auch Ruhe und vertieft die Meditation.

Im niederösterreichischen Waldviertel habe ich eine Fichte gefunden, die mir gerne von ihrem Reichtum abgibt. Fast schützend breitet sie ihre Astarme über die kleine Hütte. Hier kann ich die Kraft und Präsenz diese mächtigen Baumes mit in die Räuchermischung hineingeben.

Räuchern mit Fichtennadeln:

Öffnen die Atemwege, Desinfektion, Fruchtbarkeit, geistige und körperliche Kräftigung, Kommunikation, Logik, Meditation, Nervenstärke, Reichtum, Reinigung, Ruhe, Stärkung, Wohlstand

Fichtenholz

Ein wichtiges Räuchermaterial ist für mich auch das Fichtenholz. Meist nehme ich es, um die Fichtenräucherung mit Harz und Nadeln abzurunden und zu verstärken, oder, wenn ich keinen Fichtenharz mehr habe.

Beim Holz kommt natürlich auch der Harzanteil sehr stark zur Wirkung. Wenn wir das Holz auf der Kohle verglimmen lassen, erinnert es uns an ein kleines Lagerfeuer im Wald (das wir natürlich nicht machen dürfen).

Der Wirkungsbereich beim Holz entspricht den Nadeln und dem Harz, wobei es aber auch etwas erdendes an sich hat.

Fliederblüten
syringa vulgaris

In der Volksheilkunde hat der Flieder nie eine so große Rolle gespielt, das kommt wohl daher, dass seine Pflanzenteile so bitter sind, dass er nicht einmal von den Ziegen und Schafen angefressen wird. Eher hilft er uns durch seinen wohligen Duft und die Pracht seiner Blüten – hier kann die Seele tief durchatmen.

Beim Räuchern kommen hauptsächlich die Blüten zum Einsatz. Ich nehme sie gerne in einer bunten Mischung. Der Rauch reinigt nicht nur sanft die Aura, sondern auch Räume oder Gegenstände. Dazu wird dem Flieder noch eine erdende Wirkung bescheinigt.

Und wer als Pflanze schon so herrlich duftet, der soll natürlich auch in der Liebesräucherung behilflich sein. Seine Aufgabe ist hier aber nicht die Kunst der Verführung, sondern es geht eher darum, die Verbindung zu stärken und zu festigen.

Räuchern mit Flieder:

Aurareinigung, Erdung, Harmonie, Reinigung, Weisheit.

Rauchige Grüße sendet Euch
Euer Walter

Unser Autor Walter Siegl arbeitet seit 30 Jahren „energetisch“. Er trommelt, hält Rituale ab und seit einigen Jahren beschäftigt er sich intensiver mit dem Thema „Räuchern“. Inzwischen gibt er Seminare zum Thema und stellt selbst Räuchermischungen her.

Seinen Shop findet Ihr hier: www.waldviertler-raeucherwerkstatt.at

   

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