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Was ist eigentlich ein Orakel?

| Was ist eigentlich ... | 22. Dezember 2016

… und wie kann es mir helfen?

Orakel gibt es schon sehr lange, vermutlich so lange es Menschen gibt. Früher haben die Menschen die Zukunft aus den dampfenden Eingeweiden geschlachteter Tiere gelesen, den Ausgang einer Schlacht aus dem Flug der Vögel.

Orakel haben mit Instinkt oder Intuition zu tun. Sie sind Ausdruck eines tieferen Wissens, das uns heute schwer zugänglich ist.

Heute – und noch nicht sehr lange, sondern erst seit etwa 150 Jahren – glaubt die Mehrheit der westeuropäischen Bevölkerung an Zufall. Dieser Gedanke ist aus dem Dogma entstanden, dass Ursache und Wirkung die einzig gültige Verbindung zwischen zwei Ereignissen ist. Ereignisse ohne diese logische Verbindung sind danach rein zufällig und damit bedeutungslos.

Dass es auch unter Wissenschaftlern in diesem Bereich schon seit langem andere Forschungen gibt, möchte ich am Beispiel von C.G. Jung darstellen. Jung gehörte zusammen mit Alfred Adler, Wilhelm Reich und Siegmund Freud zu den Wegbereitern der modernen Psychologie. Er führte Mitte der 20er Jahre den Begriff der Synchronizität ein., als er über das kollektive Unbewusste forschte.

Auf den Begriff der Synchronizität kam er sowohl durch eigenes Erleben als auch durch wissenschaftliche Forschung. Seine Definition ist folgende: Um Synchronizität handelt es sich immer dann, wenn gleichzeitige Ereignisse auftreten, eine direkte Ursache-Wirkung-Relation jedoch völlig ausgeschlossen werden kann.

Ein Beispiel aus Jungs Erfahrung ist folgendes: Einmal kam eine Frau in seine Behandlung, bei der sich starke Veränderungen psychischer Muster abzeichneten. Sie erzählte ihm einen Traum über einen Scarabäus, der ein klassisches Wiedergeburtssymbol im alten Ägypten war, was die Frau allerdings nicht wusste. Just nachdem sie ihm den Traum erzählt hatte, flog ein Käfer gegen die Fensterscheibe, der die mitteleuropäische Version des Scarabäus war.
Das ist die eine Richtung, aus der sich seine Schlüsse ergaben. Mehr Beispiele beschreibt er in seinem Buch „Synchronizität, Akausalität und Okkultismus.” (Erschienen 1990 bei dtv als Taschenbuch).

Die zweite Richtung, aus der er zur Synchronizitätsidee kam, waren amerikanische Forschungen in den 30er Jahren zur sogenannten ESP (Extra Sensoric Prophecy) zu deutsch: Außersinnliche Wahrnehmung. Und zwar hier durch die Rhineschen Experimente. Eines dieser Experimente bestand darin, dass der Experimentator eine Serie von numerierten und einfach geometrische Zeichen tragende Karten eine nach der anderen aufdeckt. Gleichzeitig wird einer Versuchsperson, die vom Experimentator getrennt ist, die Aufgabe gestellt, die entsprechenden Zeichen anzugeben.

Die meisten Versuchspersonen hatten eine Trefferquote von 6 auf 25 Karten, was in etwa der Wahrscheinlichkeit entspricht. Einige brachten es allerdings auf 10 oder 11 Treffer, einer erreichte sogar 25 Treffer. Die Ergebnisse verbesserten sich mit zunehmendem Abstand, z.T. bis zu 1344 km. Auch stieg die Trefferquote, wenn die Versuchspersonen zunächst befragt wurden und erst später die Karten aufgedeckt wurden.

Ein weiteres Experiment bestand aus Würfelversuchen, bei denen es darum ging, sich bestimmte Zahlen zu wünschen, während die Würfel von einem Apparat gewürfelt wurden.

Die Resultate dieses Psycho-Kinesis-Testes waren positiv und zwar umso eher, je mehr Würfel im Spiel waren. Ein weiteres interessantes Ergebnis dieser Würfelexperimente war, dass die Treffer umso besser waren, je mehr Interesse die Versuchspersonen an dem Experiment hatten. Nach mehrmaligen Versuchen, wenn das Interesse nachließ, nahm die Trefferquote ab. Wurde aus irgendeinem Grund das Interesse wieder geweckt, nahm die Trefferquote zu.

Daraus und aus vielen ähnlich gelagerten Fällen, die Jung untersucht hat, zieht er die Annahme in Betracht, dass „ein und derselbe (transzendentale) Sinn sich in der menschlichen Psyche und zugleich in der Anordnung eines gleichzeitigen äußeren und unabhängigen Ereignisses offenbaren könne.”

Der Begriff der „Synchronizität“ ist schon sehr alt

Diese Idee hat eine uralte Vorläuferin: Die spirituellen Gesetze des Hermes Trismegistos (d.h. der dreimal große Bote der Götter), eines sagenumwobenen spirituellen Meisters des alten Ägypten. Er soll Autor der Tabula Smaragdina sein, auf der spirituelle Gesetze verzeichnet sind, die die westliche spirituelle Geschichte, die Alchemie, wesentlich beeinflusste. Zu ihnen gehört das erste Gesetz, das Gesetz der Entsprechung. Die deutsche Übersetzung, die der ursprünglichen Version am nächsten kommt, lautet: „Es ist wahr, ohne Lüge und wirklich: was oben ist, ist wie das was unten ist…” Verkürzt ausgedrück: Wie oben, so unten; wie innen, so außen!”

Entwicklung der Intuition

Früher, zu Zeiten der Sammler und Jäger war der Mensch darauf angewiesen, sich auf alle seine Sinne zu verlassen. Hätte er sich zu dieser Zeit nur auf die Sinne verlassen, die wir heute alltäglich nutzen, er wäre in der Tat verlassen gewesen. Aber zu dieser Zeit hatte der Mensch noch ganz andere Zugänge, die Wirklichkeit zu erfassen. Dazu gehört die Fähigkeit, in Trance zu gehen, das was Jung bei dem Geisterseher Swedenborg bemerkte: Seine Bewusstseinsschwelle war herabgesetzt. Wenn wir uns also mit Hilfe von Trancen von unserem Alltagsbewusstsein entfernen, unsere Bewusstseinsschwelle also herabsetzen, können wir auf andere Informationsquellen zugreifen.

Ein Mensch der Frühsteinzeit war von Tag zu Tag in der Gefahr das Leben zu verlieren, also schärfte er alle Sinne und alle Kräfte, die er besaß, um zu überleben. Heute wird uns das abgenommen: Von Häusern und Kleidern, die uns vor dem Erfrieren schützen, von Bauern, Metzgern und Ladnern, die uns vor dem Verhungern beschützen, von Gesetzen und Polizisten, die uns vor Überfällen schützen. Wozu brauchen wir also den „Muskel” Intuition? Es ist für uns gesorgt und diese Fähigkeit ist verkümmert. Soweit, so schlecht.

Aber der Mensch hat viele wunderbare Fähigkeiten entwickelt. U.a. die, bestimmte Fähigkeiten zu entwickeln, auch wenn es nicht für das Überleben notwendig ist.

Wenn wir also schon früher als Sammler und Jäger mit Hilfe der Intuition überlebt haben, müsste es doch auch heute funktionieren. Und das tut es auch. Allerdings nicht so reibungslos wie wir uns das wünschen. Diese Fähigkeit ist wie viele andere auch, z.B. das Klavierspielen oder das Gewichtheben, eine Frage der Übung.

Wenn Du gern selbst orakeln möchtest, kannst Du das mit verschiedenen Methoden machen, mit den Tarot- oder anderen Orakelkarten, dem I Ging oder auch schamanischen Orakeln.

ursula_nov_2010Ursula Podeswa, Herausgeberin des tipmagazin und Kolumnistin, beschäftigt sich seit Ende der 80er Jahre mit Orakeln und anderen spirituellen Themen. Wenn Du mehr über sie erfahren möchtest, schau Dir diese Seiten an:

www.gluecklich-coachen.de
www.gluecks-reiki.de
www.gluecks-aufstellungen.de

   

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