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Was ist eigentlich Schamanismus?

| Was ist eigentlich ... | 13. April 2017

Der Begriff Schamanismus ist dem sibirischen entlehnt. Dort bezeichnet er einen „Geisterbeschwörer“. Heutzutage werden damit viele Praktiken benannt.

Auch wenn die Völker der Welt verschiedene Kosmologien entwickelt haben, gibt es verbindende Elemente. Eins davon ist die Trance oder Ekstase. In Australien wird sie Traumzeit genannt, im Voodoo in Afrika wird die Ekstase durch Musik erzeugt.

Häufig ist Schamanismus eine Art von Animismus, d.h. Schamanen gehen davon aus, dass auch Tiere, Pflanzen und Steine eine Seele oder einen Hüter haben.

Diese können wir Menschen um Hilfe bitten. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist die schamanische Trommelreise. Durch den wiederkehrenden Trommelschlag wird eine Trance oder Ekstase erzeugt, die eine Reise in verschiedene Bewusstseinszustände ermöglicht. Man kann in die verschiedenen Welten reisen und dort ein Helferwesen treffen. Das kann ein Tier-, Pflanzen- oder Steinwesen sein, aber auch ein Gott, ein Engel oder ein Ahnengeist. Diese Geister können Heilung oder Hilfe in schwierigen Situationen bringen.

In den verschiedenen Weltgegenden wurden oft auch psychoaktive Pflanzen verwendet, um die Trance zu unterstützen. Psychoaktive Pflanzen gibt es auf der ganzen Welt, seien es Pilze oder Kräuter. Oft wurden die Rezepturen für Tränke oder Salben, und natürlich auch die Erfahrung damit, von Generation zu Generation weitergegeben.

Eine weitere Methode des Schamanismus ist die Seelenrückholung. Aus der modernen Psychologie wissen wir, dass wir bei traumatischen Erfahrungen Anteile abspalten. Es ist möglich, diese Anteile in einer Psychotherapie wieder zu integrieren. Im Schamanismus wird diese Integration durch ein Ritual geschaffen.

Einige Methode des Schamanismus kommen aus den USA, sie wurden von den amerikanischen Ureinwohnern praktiziert, wie z.B. die Pfeifenzeremonie, die Visionssuche oder die Schwitzhütte. Eine Schwitzhütte ist mit der europäischen Sauna vergleichbar, aber es kommt eine spirituelle Komponente hinzu. Es wird nicht nur der Körper, sondern auch der Geist und die Seele gereinigt und es werden Heilungsgebete für die ganze Erde gesprochen.

ursula_nov_2010Ursula Podeswa, Herausgeberin des tipmagazin, beschäftigt sich seit Ende der 80er Jahre mit spirituellen und psychologischen Themen sowie alternativen Heilmethoden. Sie hat die Methode „Contact-Healing“ entwickelt, die auch schamanische Elemente enthält. Sie gibt Behandlungen und ab Juni 2017 auch Seminare. Hier findet Ihr weitere Informationen: http://gluecks-reiki.de/contact-healing/

 

        

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