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Wie sagt man den Geldflüssen, wo sie hingehen sollen?

| Schamanisches | 18. Januar 2014

Von Bernhard Kornstedt

Das erste Mal, dass wir auf den Geist hinter dem Geld stießen, war in einem Träumer-Kreis tief in den Tiroler Alpen. Ganz „normale“ Tiroler Leute hatten sich dort zusammengefunden und ihre Kreativität gebündelt, ihre Aufmerksamkeit verschoben und innere wie äussere Erfahrungen gemacht.

Manchmal wurde auch für das Land und seine Wesen gebetet, darum erschien mir der Seminarpreis zu hoch und ich habe ihn heruntergesetzt. Da die meisten aber schon gezahlt hatten lag der Überschuss in einem Topf in der Mitte und diente während der Riten portionsweise als Lohn für kleine Quizrunden, was sehr zu Erheiterung aller beitrug.

Am Ende der rituellen Aufmerksamkeiten lag allerdings immer noch eine Menge Geld im Topf und dies sollte auch an den Menschen gebracht werden. Ein Gebet ums Geld entstand und damit begann etwas sehr Unheimliches.

In den Träumerkreisen brennt in der Mitte oft eine Kerze, die den Urschöpfer, Gott oder auch das Kinderlicht symbolisieren kann. Ich nahm nun einen 20 Schillingschein und hielt ihn an diese symbolische Flamme – als Gebet, dass Geld den Kindern zu dienen hätte. Mühsam und schwer brannte der 20 Schillingschein, als würde er sich sträuben. 20 Austriaschillinge waren ca 3 DM. Dies löste bei der Frau, der das Hotel gehörte, in dem der Kreis stattfand, eine tiefe Krise aus. Sie wurde leichenblass, begann zu schwitzen und bekam Atemnot, sagte aber nichts weiter.

Die Fragerunden, die nun folgten, wurden immer gedrückter, zuerst völlig unbemerkt, aber später immer deutlicher, verflog die Gemeinsamkeit unter den Teilnehmern, er wurde kälter, einsamer, die Gedanken flossen nicht mehr, eine Leere breitete sich aus, im Kopf und den Gefühlen und zwar bei allen. Später sagten einige, sie hätten geschwitzt vor Gier, an jene kleinen Beträge von ca. 25 € zu kommen, die da als Quizlohn in der Mitte lagen, wären aber völlig unfähig gewesen, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen.

Ich bin dann dazu übergegangen, für Fragen zu bezahlen, denn bei so einem eiskalten Gruppenburnout ist Neugier und eine Frage zu stellen, schon eine riesige Leistung.

Lediglich drei Menschen blieben immun, einmal ich selbst, der ich völlig unfähig war beim Leiten solcher Kreise aus den Schilligen einen kompatiblen Wert zu denken, ich sehe sie lediglich als eine Art Donald Duck´scher Alpentaler; eine Frau, die das Geld verwalten und verteilen sollte und die nicht mitmachte beim Quiz, weil zu schlau ist und jemand, der sich sagte, ich bin ein König, ich bekomme eh alles geschenkt.

Der Rest der Runde erlebte, wie die Lebensfreude, die eigenen Gefühle, das Lachen immer mehr einer öden inneren Leere Platz machte, in die sich Angst und Gier mischte. Aufgelöst wurde das Drama durch einen Polizeibeamten, der überhaupt noch nichts bezahlt hatte – löste aber vielleicht gerade deswegen mit seiner letzten Frage den Pott auf.

Er beschrieb seine Gefühle dabei so, als würde er in ein Haus gehen, wo böse Leute mit einer Maschinenpistole auf ihn warteten, um ihn abzuschießen. Eiskalten Kopfes formulierte er seine Geldfrage in jener Anspannung und erwachte erst, als er den Betrag in den Händen hielt – fragte sich, was er denn damit solle, teilte die Scheinchen und gab die Hälfte seinem Nebenmann, dem „König“.

Der Spuk war zuende. Ich war kurz davor, den Rest des Geldes komplett zu verbrennen, um die Leute wieder zu sich kommen zu lassen, wenn er nicht gewesen wäre.

Wir haben dann diese Art von gemeinsamem Absturz etwas erschreckt aufgearbeitet, denn mit solchen Gefühls- und Körperreaktionen hatte niemand auch nur im entferntesten gerechnet.

Nun mag es durchaus sein, dass solch schamanische Runden das Bewusstein für Hintergrundsmuster sowohl öffnen als auch schärfen, es ist nicht ungewöhnlich, bei solch vernetzten Wahrnehmungsgruppen, dass die inneren Bilder bei allen gleich sind, dass alle den Geist eines Berges, einen Vorfahren oder, was auch immer den Kreis besucht, gleichartig und nonverbal unabhängig voneinander wahrnehmen können.

Der „Geldgeist“ jedenfalls, hat alle in Isolation, diffuse Angst und irrationale Gier geführt und jegliches emotionales Miteinander eine Zeitlang gründlich unterbrochen.

486 oder wie akausal sind Zahlen

Bei der zweiten unheimlichen Begegnung war alles ganz anders, ein anderer Ort, ein anderes Land, ganz andere Menschen, die es von vorneherein unendlich schwer hatten, sich aufeinander einzulassen und einen emotionalen Fluss untereinander zustande zubringen, der für den Kreis und Heilkreiszeremonien so wichtig ist.

Lediglich das Gefühl der Isolation und das Knistern tiefer, unausgesprochener Ängste war das Gleiche.

Und – die Zahlen waren auf unserer Seite. Dazu muss ich etwas ausholen:

Natürlich haben Menschen wie ich, im Laufe ihres Lebens öfter Visionen, spontane bildhafte Eingebungen, die im allgemeinen eine Bedeutung für sie selber haben, Ich bilde da keine Ausnahme, die meisten deute und verstehe ich nach einer Weile und vergesse sie dann – also nichts besonderes.

Nur die, die mir Rätsel aufgeben, vergesse ich nicht. So eine rätselhafte, spontane Vision wurde mir lange Jahre vor dem Kreis zuteil. Ich sah Christus, wie er die Herzen der Leute auf eine Art Waage legte und ihnen dann eine Nummer, eine Reihenfolge zuwies, Mit meinem Herzen tat er das auch und ich erhielt die Nummer 486.

Nun habe ich so gut wie keine tiefere Beziehung zu Zahlen oder gar einen Hang zu numerologischen oder mathematischen Überlegungen, und die Deutung dieser inneren Bilder ist mir bis heute rätselhaft. Ich weiß nur, dass es etwas mit Gerechtigkeit, einer prozessualen Reihenfolge und Christus zu tun haben musste und dabei ist es auch geblieben. Immerhin prägte sich mir die Zahl 486 ein für allemal ein. In diesem zähen, kalten Heilkreis, dessen stumme Emotionen zwischen den Leuten hingen wie eiskalte Herbstnebel fiel mein Blick auf einige Ein-Dollarnoten, welche die Veranstalterin von ihrer Indienreise übrigbehalten hatte und mir kam die Idee, einen davon zu nehmen und ihn ins zentrale Licht zu schicken, quasi als Symbol für Zwang und Eiseskälte. Und als ein Gebetsausdruck für den Wunsch nach Wandlung.
Die Nummer auf dem Dollarschein begann mit 486!

Als er an der Kerze Feuer fing, begannen einige Menschen im Kreis sehr heftig zu zittern, als hätten sie einen Schock.
Mehrere sahen vor ihrem inneren Auge schwarzgekleidete Gestalten mit Hüten, die sehr eng oder zu eng auf ihren Köpfen saßen, und die erschraken, als hätte man sie aus einer Art Verborgenheit zerte. Mir selber erschien ein sehr feingewebtes Netz aus Zwang und Fessel, in das durch den verbrennenden Dollarschein ein Loch gestanzt wurde, etwa als würde dadurch ein Faden sichtbar, mit dem man das ganze Gewebe aufribbeln konnte. Therapeutisch legten sich bei einigen Menschen des Kreises im weiteren Verlauf tiefe festsitzendende Lebensmuster bloß und kamen nachhaltig in Bewegung.
Jenes Bild von einem feingesponnenen Netz erinnerte mich an das Land der Tyrannen, an die tiefen Träume aus der dunklen Seite der Welt.

Man stelle sich das vor: Durch den scheinbaren, künstlich gelenkten und für den normalen Menschen sehr realen Mangel an Zahlungsmitteln wird eine ganze Welt kontrolliert, vergessen Menschen ihre Seele, vergessen ihr Menschsein und geraten unter eine geistige Kontrolle, wie es sie noch nie gegeben hat.

Dabei ist Geld nichts weiter als eine Übereinkunft, ein Brauch sozusagen, der sich wie vieles andere mechanisch verselbständigt hat, losgelöst vom Leben dieser Erde, von den Bedürfnissen dieser Erde.

Die geistigen Energien, die hinter diesem Dilemma und dieser Kontrolle stecken, sind von einigen Mitgliedern der Musenoffensive seit Jahrzehnten unter Lebensgefahr erforscht und durchdrungen worden, so dass es nun endlich geglückt ist, einen adäquaten Gegenzauber zu entwickeln, der diese Dinge richten soll, ohne allzu viel Unheil anzurichten.

Für Fragen und weitere Informationen: bernkorn@gmail.com
Dieser Text darf nur mit Einverständnis von Bernhard Kornstedt ganz oder in Teilen abgedruckt oder geteilt werden.

     

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