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Ein Nein ist manchmal ein großes Ja zu uns selbst.

| Happiness-House | 22. Januar 2019

Wenn es nicht nach unserem Willen geht, nach unseren Vorstellungen und Plänen, nach unseren Hoffnungen und Sehnsüchten, reagieren wir enttäuscht, mit Wut oder Resignation.

Aber warum? Warum vertrauen wir so wenig auf unsere innere Führung?

In jedem Unglück liegt auch Glück verborgen

Das Leben wird vorwärts gelebt
 und rückwärts verstanden. 
Kierkegaard

Wenn man von einer Frau einen Korb bekommt, wie würde man das beurteilen?

Hat dies etwas mit Glück oder Unglück zu tun?

Wenn wir nicht die Wohnung bekommen, die uns so gefällt, oder uns der Job vor der Nase weggeschnappt wird, hat dies etwas mit Glück oder Unglück zu tun?

Die meisten von uns würden solch eine Situation wohl eher als ein Unglück bezeichnen, als eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, als eine Benachteiligung des Schicksals und dies mit sehr negativen Gefühlen verbinden. Aber woher wollen wir wissen, dass dies tatsächlich unser Unglück bedeutet?

So manches Unglück stellt sich im Nachhinein als das größte Glück heraus.

Ein junger Mann berichtete von einer Begebenheit in seinem Leben, die so gar nicht in das Schema unserer Glücksvorstellung passt.
Er erzählte davon, wie er nach langem Suchen endlich seine Traumwohnung gefunden und vom Vermieter auch schon sicher zugesprochen bekommen hatte – aber kurz vor der Unterzeichnung des Vertrags bekam sie dann überraschend doch ein anderer. Er war den Tränen nahe, er tobte, er kämpfte, aber es half nichts.
Er musste sich von seiner Traumwohnung verabschieden und mit einer anderen Wohnung begnügen.
Und dennoch beurteilt er dies heute als einen außergewöhnlichen Glücksfall, als ein Geschenk des Himmels!

Denn in dieser neuen, bei weitem nicht so schönen Behausung traf er bereits am Tag seines Einzugs im Treppenhaus zwischen Bergen von Kartons eine Frau, die ihn zunächst zu einem Kaffee einlud, dann in ihr Bett und schließlich in ihr Leben und sich letztendlich als seine Seelenpartnerin herausstellte, mit der er über alle Maßen glücklich wurde.
Noch heute dankt er seinem Schicksal dafür, dass er seine Traumwohnung damals nicht bekommen hat.

Einem anderen Mann, einem Teilnehmer eines meiner Seminare, wurde ein sicher geglaubter Traumjob verweigert, obwohl er wesentlich qualifizierter als seine Mitbewerber war. Er musste sich notgedrungen für einen anderen Arbeitsplatz entscheiden.
Obwohl er anfangs unzufrieden war und sich vom Schicksal benachteiligt fühlte, machte er in der neuen Firma Karriere und bekleidet dort heute eine leitende Position. Er wird überaus geachtet und geschätzt, und man vertraut ihm selbst die schwierigsten Aufgaben an. Er fühlte sich dort im Grunde genommen ganz glücklich.
Mit dem Schicksal söhnte er sich aber erst dann endgültig aus, als er erfuhr, dass die Firma, bei der er unbedingt zuerst hatte arbeiten wollen, Konkurs angemeldet und alle Mitarbeiter entlassen hatte.

Aus heutiger Sicht beurteilt er sein Schicksal als durchaus positiv und betonte, welches Glück er doch gehabt habe. Wenn auch erst Jahre später, so hatte sich die Absage im Nachhinein dennoch als das viel größere Glück herausgestellt.

Eine Frau mittleren Alters erzählte mir, dass sie kurz vor Antritt einer längeren Reise ins Ausland, auf die sie sich sehr gefreut hatte, einen Autounfall hatte und ins Krankenhaus kam. Die Rippenprellungen stellten sich als harmlos heraus, nicht aber das kleine Geschwür, das bei der gleichen Untersuchung entdeckt wurde.
Zum Glück, denn nur wenig später wäre die Krankheit zu weit fortgeschritten gewesen. So aber konnte sie geheilt werden, holte die Reise zwei Jahre später nach und ist heute … glücklich.

Eine andere Frau erzählte mir, wie sie vor Jahren von ihrem Mann verlassen wurde und glaubte, nie darüber hinwegkommen zu können.
Sie war gezwungen, sich wieder eine Arbeit zu suchen, und begann ein neues, anderes Leben.
Erst da merkte sie, dass sie in ihrer Partnerschaft nie wirklich glücklich gewesen war und stets unbewusst Angst davor gehabt hatte, ihr Mann könne sich von ihr trennen.

Heute ist sie glücklich, dass er es getan hat. Denn sie selbst hätte nie die Kraft und den Mut dazu besessen. Mittlerweile leitet sie eine kleine Abteilung, wird dort sehr geschätzt und ist mit ihrem neuen Partner überglücklich. Endlich fühlt sie sich sicher und geborgen, vor allem aber angenommen und geliebt.
Etwas, das ihr früher immer gefehlt hatte.

Eine Zurückweisung oder eine Niederlage, eine Trennung oder ein Unfall fühlen sich in dem Moment, wenn wir sie erfahren, nie großartig an. Dennoch sollten wir dem Ganzen keine allzu negative Bedeutung beimessen und uns nicht in unendliches Leid gestürzt sehen.
Denn vielleicht stellt sich schon sehr bald heraus, dass gerade das vermeintliche Unglück uns zu unserem wahren Glück führt.

Warum also immer gleich alles beurteilen und bewerten? Warum vertrauen wir so wenig auf unsere innere Führung? Wenn Dinge in unserem Leben nicht funktionieren, dann verbirgt sich dahinter ein besonderer Schutz oder ein Glücksfall ganz anderer Art für uns.

Wenn uns zum Beispiel in Liebesdingen ein anderer Mensch zurückweist, ist dies kein Grund, sich unglücklich zu fühlen.
Auch wenn wir zum wiederholten Male allein nach Hause gehen müssen und dort nur der Fernseher auf uns wartet. Denn vielleicht haben wir großes Glück gehabt, ohne es zu wissen. Vielleicht hätte der andere Mensch überhaupt nicht zu uns gepasst, und wir wären in unheilvolle Verstrickungen verwickelt worden.
Vielleicht hätten wir auch ein paar Wochen wundervoller Verliebtheit erlebt, aber dann feststellen müssen, dass der neue Partner andere Vorstellungen vom Leben oder von der Treue hat. Vielleicht wären die Verletzungen dann wesentlich tiefer gewesen als der Schmerz dieses einen „Nein“ zur rechten Zeit.

Warum also traurig sein? Warum nicht lieber glücklich sein, dass es so glimpflich für uns verlief?

Natürlich will unser Verstand dies im Moment der Ablehnung nicht einsehen. Meistens ist es der Verstand, der uns immer wieder vorgaukeln möchte, wie toll es geworden wäre und wie riesig unser Verlust doch sei. Und natürlich laufen die verpassten Chancen in unserer Fantasie nachträglich als außergewöhnlich tolle und großartige Filme ab. Kein Wunder. In unserer Fantasie sehen wir nur die perfekte Erfüllung unserer Wünsche. Niemand kann uns da störend hineinreden.
Wir können also alles so steuern, wie wir es am liebsten hätten, können Abläufe nach Belieben ändern und andere Menschen tun lassen, was immer wir gerne wollen. Im wirklichen Leben können wir dies alles nicht.

➢    Die Erfüllung unserer Sehnsüchte findet nie so statt, wie wir sie uns in unserer Fantasie vorstellen.

➢    In unserer Imagination ist immer alles unbeschreiblich wundervoll, weil wir es im „richtigen“ Leben nicht ausagiert haben.

➢    Wir zerfließen gerne im Selbstmitleid, wenn wir abgelehnt werden.

Alle diese Gedankenkonstruktionen sind nicht die Wahrheit. Nicht immer ist eine Niederlage auch eine Niederlage. Manchmal können wir dies sogar sehr rasch erkennen.

Wir alle haben schon von Menschen gehört, die verzweifelt versuchten, ein Flugzeug zu erwischen, es aber wegen widriger Umstände nicht mehr schafften, rechtzeitig am Flughafen einzutreffen. Sie waren enttäuscht, verärgert oder gar verzweifelt. Aber dann erfuhren sie, dass das Flugzeug abgestürzt sei. Und plötzlich hatte sich das große Unglück in das größte Geschenk Gottes verwandelt.

In diesen Fällen ist es sehr leicht zu sehen, dass es sich gar nicht um ein wirkliches Unglück gehandelt hat. Es fällt uns deswegen so leicht zu erkennen, weil die zeitliche Abfolge der Ereignisse so nah beieinander lag. Liegen zwischen den Ereignissen aber Wochen oder gar Monate oder Jahre, ist es fast nicht mehr möglich, einen kausalen Zusammenhang zu erkennen.

Aber nur weil wir die Zusammenhänge nicht sehen können, ist eine Niederlage dennoch nie eine wirkliche Niederlage.

➢    Blicke zurück. Welche wundervollen Dinge haben sich in deinem Leben ereignet, die sich vielleicht ohne ein vorheriges Nein nicht ergeben hätten?

➢    Welches Glück ist dir gerade dadurch an einem ganz anderen Ort und zu einer ganz anderen Zeit widerfahren?

➢    Was alles hättest du nicht erleben können, wenn es in deinem Leben nicht auch ab und zu so ein Nein gegeben hätte?

Wenn wir nicht auf den Mangel, sondern auf den Reichtum blicken, den so manches Nein in unserem Leben auslöste, werden wir rasch feststellen, wie viel Glück uns gerade so mancher scheinbare Misserfolg brachte.

Darüber hinaus berichten fast alle erfolgreichen Menschen, dass sie gerade durch ihre Niederlagen stark geworden sind.

Eine Niederlage wird nur dann zu einer, 
wenn wir danach nicht mehr aufstehen.

Höre deswegen nach einer scheinbaren „Niederlage“ nie auf deinen Verstand. Denn konzentrierst du dich zu sehr auf die erfahrene Ablehnung, kann es sein, dass du vergisst weiterzugehen. Du resigniert und fühlst dich vom Schicksal benachteiligt.

Dabei hat nicht das Schicksal uns aufgegeben, 
sondern wir uns selbst.

Und das nur, weil wir vorschnell die falschen Schlüsse ziehen. Also steh wieder auf und suche das Glück, das für dich bestimmt ist.

Es gibt noch einen weiteren sehr wesentlichen Aspekt dabei. Wenn wir verstehen, dass hinter einem Nein stets auch großes Glück für uns stecken kann, können wir wesentlich leichter auch das Nein eines anderen Menschen akzeptieren. Weil wir wissen, dass dies für beide das Beste ist.

Der Manager einer kleinen Firma erzählte mir bei einem meiner Seminare, dass er immer alles bekommen hatte, was er sich vorstellte. Auch die Frau, die er sich damals einbildete, hatte er bekommen, obwohl diese Frau ihn zunächst gar nicht wollte. Sie spürte keine wirkliche Liebe zu ihm. Aber er nahm ihr Nein nicht ernst und setzte alles daran, sie zu erobern, denn er war sehr geschickt im Erreichen seiner Ziele. Und so erreichte er wieder einmal, was ihm wichtig war. Die beiden heirateten.

Mit der Zeit aber stellte sich immer deutlicher heraus, dass die Liebe der Frau zu ihm noch immer fehlte. Das Gefühl tiefer Verbundenheit war zwischen ihnen einfach nicht vorhanden und würde wohl auch künftig nicht wachsen. Dennoch bekamen sie Kinder, weil das zu seiner Vorstellung einer glücklichen Familie gehörte. Das Glück aber stellte sich nicht ein. Seine Frau entwickelte eine tiefe Liebe zu ihren Kindern, aber nicht zu ihm. Nun fühlte er sich noch tiefer verletzt.  

Heute im Nachhinein weiß er, dass er in seiner Partnerschaft eigentlich nie wirklich glücklich war, und versteht nicht ganz, warum er nicht rechtzeitig die Bremse gezogen hat, gleich am Anfang, als es noch nicht zu spät war. Vor allem, weil ihm sein bester Freund – der damals ebenfalls sehr in die Frau verliebt gewesen war und sich durchaus Hoffnungen gemacht hatte – kurz nach der Eheschließung die Freundschaft kündigte. Diese Freundschaft war die einzige, die ihm etwas bedeutet hatte.

Sein Freund blieb damals einige Zeit alleine, dann aber traf er die Frau seines Lebens und lebt seitdem glücklich mit ihr zusammen. Mittlerweile hat auch er zwei Kinder, die sein Glück komplett machen. Der große Unterschied zwischen ihm und seinem Freund wurde immer deutlicher: Sein ehemaliger Freund wird geliebt.
Ihre Freundschaft ist damals an der Rivalität um diese Frau zerbrochen, heute haben sie gelernt, damit umzugehen. Nur er fühlt sich heute als Verlierer. Er denkt oft darüber nach, wie sein Leben wohl verlaufen wäre, wenn er das damalige Nein seiner heutigen Frau akzeptiert, sie mehr Durchsetzungskraft gehabt hätte sich nicht zu einem Leben mit ihm hätte überreden lassen.

Ein Nein ist manchmal ein großes Ja zu uns selbst.

Manchmal ist eine Zurückweisung ein Gewinn für alle Beteiligten.

Wenn es nicht nach unserem Willen geht, nach unseren Vorstellungen und Plänen, nach unseren Hoffnungen und Sehnsüchten, reagieren wir enttäuscht, mit Wut oder Resignation.
Aber warum? Warum vertrauen wir so wenig auf unsere innere Führung?

Es sind einzig und allein wir selbst, die den Ereignissen ihre Bedeutung geben, obwohl wir gar nicht wissen, wohin sie uns zum Schluss tatsächlich führen werden.
Diese Erkenntnis könnte zu  einem großen Wendepunkt in deinem Leben werden. Hör einfach auf zu bewerten. Vergegenwärtige dir die folgenden Punkte immer wieder, bis sie für dich zur absoluten Wahrheit werden:

➢    Hör auf zu bewerten. Egal, wie sich die Dinge gerade entwickeln.

➢    Vertraue darauf, dass immer das Beste in deinem Leben geschieht.

➢    Suche auch in den Niederlagen nach dem Glück.

➢    Sei stets offen und bereit, auch durch eine andere Tür zu gehen als die, die du dir gerade einbildest.

➢    Suche die Dinge in deinem Leben zu vermehren, die dich glücklich machen, und die Dinge einzuschränken, die dich unglücklich machen.

➢    Suche in deinem eigenen Glück auch immer das Glück der anderen.

Michaela Merten

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