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Erkenne Dich selbst – Erkenne Deine Mutter

| Lebenshilfe | 10. Oktober 2011

Thomas Young

Als Menschen haben wir alle auf unserer Lebensreise eines gemeinsam: Wir sind aus unserer Mutter heraus geboren. Für die mehrmonatige Dauer des Auf­enthalts ist ihre Gebärmutter unser ganzes Universum – mehr noch: wir haben eine spirituelle Erfahrung des Einsseins, die für diesen Aufenthalt kennzeichnend ist. Wenn wir sehr viel später im Leben als langjährig spirituell Meditierende in unseren Kontemplationen und Gebeten ein Erleben des Einsseins suchen, stoßen wir auf eine Ebene in uns, die mit dieser Urerfahrung im Mutterleib verknüpft ist.

Wir wünschen Einheit, ohne jedoch regressiv zu werden, sprichwörtlich in den Mutterleib zurückzuwollen. Der Charakter der bis dahin entwickelten Beziehung zur personalen Mutter spiegelt unsere Beziehung zur trans­personalen Mutter. Ist die Mutter eine karge Frau, wird das Universum uns auf dieser Ebene karg erscheinen. Ist sie übergreifend, werden wir – egal ob als Mann oder Frau – Abwehrmechanismen entwickeln, ihre Energie und damit gleichzeitig die Fülle des Universums von uns wegzuhalten, ist sie eine verrückte Frau, werden wir dem Universum vielleicht mißtrauen. Die Beispiele ließen sich in endlosen Variationen fortführen, entscheidend ist, daß auf einer unbewussten Ebene das Erleben der Göttlichen Mutter von unserer personalen Mutterbeziehung vorgeprägt wird.

Eine bewusste spirituelle Praxis kann hier segensreich einwirken, indem zunächst das Herz als Fundament und Brennpunkt spiritueller Energie­aufnahme und -weitergabe über tägliche Meditation kultiviert wird. Durch das Halten dieses Dritten Raumes jenseits aller personalen Abwehr- und Kontrollmechanismen erlangen wir Schritt für Schritt Zugang zu trans­zendenten spirituellen Resourcen. Im Idealfall erleben wir in einer Herz­Einweihung eine Referenz­erfahrung, die uns nicht mehr an der alles durchdringenden, kraftvollen Existenz des Numinosen zweifeln lässt und auf die wir danach im jeweilig persönlichen Alltag zurückgreifen können. Das Herz ist hierbei mehr als nur eine Metapher. Es ist einübbare und erlernbare Realität. In der Tradition antiker Mysterienschulen werden die Wege des Herzens in unterschiedlichsten Arten und Weisen besungen, beschworen, durch Gebete eingeladen oder schlicht in Demut und Gnade gegangen. Das nur einmalige physische Durchströmt sein von Herzenergie kann ein so machtvolles Erleben sein, daß es einen zentralen Wendepunkt in unserer Biographie markiert.

Ist der Herz-Zugang einmal etabliert, erlangen wir die Fähigkeit, uns selbst spirituell zu nähren oder besser: durch unsere Offenheit nähren zu lassen. Jetzt wird das Herz zur Mutter und wir können die Überreste alten Denkens und Fühlens, die sich in unserer Physikalität verankert haben, mit ihm an- und auflösen. Wir beschreiten einen Neuen Weg in eine höhere Form der Liebe.

Eine Sichtweise, welche die personale Mutter als eine Repräsentin der Göttlichen Mutter sieht, ist hierbei essentiell. Denn egal wie weise oder närrisch, perfekt oder unperfekt, klagend oder juchzend, liebend oder leidend, diese Repräsentanz auch ausfallen mag, hinter ihr steht die Göttliche Mutter und die personale Mutter wird allein durch das Bereit stellen (ein seltsames Wort) ihrer Gebärmutter zu ihrer Jüngerin. Nur dadurch erlangen wir Existenz und Verkörperung und für die Schenkung dieses Lebens gebührt ihr höchster Dank.

An genau dieser Stelle schlägt die Energie dann häufig in ihr Gegenteil um und wird ohne erwachtes Herz kritisch. Da Mütter dieses naturgegeben spüren, wird der Dank mehr oder weniger verblümt oder unverblümt erwartet bzw. durch Manipulation eingefordert. Können wir auch jetzt noch bewusst bleiben? Da ist das Beispiel des amerikanischen Yogalehrers, der in Indien bei seinem Guru tiefe Erleuchtungserfahrungen macht, zurückkehrt in die Staaten, sofort beginnt sehr erfolgreich Workshops zu geben und nach einem halben Jahr beschließt, jetzt könne er einmal seine Eltern besuchen, den Fuß über die Türschwelle setzt, eine Bemerkung mit schrägem Blick von seiner Mutter bekommt . . womit seine ganze spirituelle Energie in sich zusammen fällt wie ein Kartenhaus.

Wir können, um ein mythologisches Bild zu nehmen, auch sagen: die personale Mutter ist die Torhüterin auf dem Weg zur Göttlichen Mutter. Schaffen wir es nicht, vor ihr in Liebe stehen zu bleiben, wird der Weg in die transpersonalen Bereiche der Göttlichen Mutter nicht frei. Schaffen wir es nicht in Vergebung zu sein, in Freiheit, in Wahrheit, in Liebe, bleibt der Weg verschlossen. Wir scheitern an ihrer ersten Repräsentantin.

Wie sehr dieses Stehen vor ihr oder diese Beziehung von Projektionen durchsetzt ist, wird deutlich, wenn wir die unterschiedliche Wahrnehmung von Geschwistern betrachten. Da steht ein amerikanische Mystiker am Grab seiner Mutter mit seinen beiden Brüdern und jeder der drei Männer hält eine Grabrede. Die Trauergemeinde hat den Eindruck, sie sprechen über drei völlig unterschied­liche Frauen – so weit geht die Wahrnehmung auseinander.

Die Zurücknahme aller Projektionen ist daher spirituell unverzichtbar und gleichzeitig eine der am schwierigsten lebbaren Verhaltensweisen. Ist es doch in jedem Falle das Gegenüber, das projiziert und nicht wir, oder? Ganze Beziehungsromane und Opern künden von diesem einzigartigen Phänomen, und auch hier spielt die personale Mutter als allererste Projektionsfläche eine nicht zu unter­schätz­en­de Rolle. Erst wenn unser Blick auf sie ein gewandelter, neutral liebender ist, wird der Weg frei in ungeahnte Sphären, die den Alltagsverstand übersteigen. Dies bedeutet dann Respekt in der eigentlichen Bedeutung des Wortes: re-spicare, zweimal schauen, genauer schauen, schlussendlich durch sie hindurch schauen. In diesem Sinne wünsche ich eine freudvolle Selbsterkenntnis. Erkenne Deine Mutter – Erkenne Dich Selbst.

Hörtipps:

Neu! Thomas Young, CD Mother Healing – Das Heilen der Mutterbeziehung

MOTHER HEALING schenkt seinen Hörern die Möglichkeit, die Beziehung zur personalen Mutter zu heilen und gleichzeitig durchzubrechen in eine Erfahrung der Göttlichen Mutter.

Solange die Beziehung zur personalen Mutter ungeklärt oder gestört ist, fällt es spirituellen Aspiranten schwer, sich den bedinglos liebenden Energien der transpersonalen Mutter ganz hinzugeben. Viele Sucher bitten in Gebet und Meditation um Kontakt zu höheren Energiefeldern, während sie diesen gleichzeitig unbewusst zu verhindern wissen. Gleiches gilt für den Bereich der Partnerschaft; egal ob als Mann oder Frau – solange die Beziehung zur Mutter nicht frei ist, können die archetypisch männlichen und weiblichen Energien nicht in den Tanz eintreten, den sich beide Geschlechter in der Tiefe ihrer Herzen sehnlichst wünschen.

MOTHER HEALING schafft es durch einen einzigartigen Perspektivwechsel diese Muster zu durchbrechen und in einen Inneren Raum frei fließender Liebe hineinzuführen. Die Mutterbeziehung wird auf eine überraschende Art unmittelbar geheilt, so daß sich ein neuer Raum für eine direkte Begegnung mit der Göttlichen Mutter öffnet.

Hierbei werden die Früchte Jahrzehnte langer Ritualarbeit deutlich. Sicher führt Thomas Young als Zeremonienmeister die Hörer in Räume lang ersehnter Heilung und subtiler Transformation. Teilnehmer des gleichnamigen Workshops MOTHER HEALING sind zutiefst berührt durch das, was diese Form der Herzarbeit in ihnen bewegt.

Die von Weisheitslehrer Thomas Young entwickelte Tempelzeremonie MOTHER HEALING führt zu einer direkten Erfahrung der Göttlichen Mutter. Wer in der Lage ist, sich dieser inneren Begegnung ganz hinzugeben, trägt den Schlüssel zur Glückseligkeit in seinem Herzen. Durch das bewusste Öffnen in der Zeremonie werden wir uns selbst zum Geschenk und anderen zum Segen. MOTHER HEALING möchte ein Beitrag sein, diese tiefe Transformation in Form einer geführten Zeremonie vielen Menschen zu ermöglichen.

MOTHER HEALING eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Die Meditation kann im Sitzen oder Liegen praktiziert werden. Die gefühlte Begegnung mit der Göttlichen Mutter ist eine beseeligende Erfahrung, die das Verhältnis zur personalen Mutter auf einer tiefen Ebene heilt. Seien Sie eingeladen, diesen essentiellen Teil ihrer Biographie in eine heilende Bewegung zu bringen.

Außerdem:

Thomas Young, CD 7 Generationen – Die Klärung der Ahnenreihen
Thomas Young, CD Heilung geschieht – Das Wunder möglich machen
Thomas Young, CD Divine Blueprint – Kontakt zur Höchsten Essenz

Lesetipp:

Thomas Young, Willkommen im Herzen

Bestellbar über:

Büro Thomas Young, Tel 0 75 63 / 915 355
info@thomasyoung.net
www.thomasyoung.net

Der in Deutschland geborene Weisheitslehrer Thomas Young hat die Fähigkeit, Menschen zutiefst in ihren Herzen zu berühren. Er zeichnet sich aus durch Klarheit, Liebe und einen herzerfrischenden Humor. Seit vielen Jahren bringt der Mystiker die Menschen in Kontakt mit der alchemistischen Kraft des Herzens. Durch ständige Vortragsreisen und Workshops in Europa und den USA ist er einem größeren Publikum bekannt. Thomas Young lebt glücklich auf Big Island Hawaii.

    

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