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Gelassener zur Prüfung durch Meditation –
mit den Techniken der Profis

| Magazin, Meditation | 27. Oktober 2018

Photo by Amila Tennakoon, CC BY 2.0 

Photo by Amila Tennakoon, CC BY 2.0

Besonders in der Prüfungszeit stehen Studenten unter großem Stress. Schnell noch die Hausarbeit in Statistik fertigmachen und dann schon für Rechnungswesen Vertiefung lernen. Die vielen, oft eng aneinander liegenden Prüfungen wollen vorbereitet werden. So unterschiedlich wie die einzelnen Studenten, so verschieden sind auch die Wege, mit diesem Stress umzugehen. Einige gehen zur Entspannung spazieren, andere joggen durch den Park und wieder andere nutzen Meditationstechniken.

Besonders Menschen mit hohen kognitiven Anforderungen nutzen die Meditation, um sich zu entspannen und die Konzentration zu fördern. Beides wunderbare Effekte, die auch Studenten zugute kommen können. Die Vorteile der Meditation werden zunehmend von den Menschen erkannt und genutzt, laut einer Umfrage von Statista widmen sich bereits 11% der Deutschen täglich der Meditation. Auch in prominenten Kreisen ist das Meditieren inzwischen gang und gäbe. Einige Beispiele an Prominenten, die täglich meditieren sind Unternehmer Richard Branson, Bestsellerautor Tony Robbins, Basketballspieler Kobe Bryant oder Profi-Pokerspieler Bertrand ElkY Grospellier. Ihnen allen wird täglich gedankliche und körperliche Höchstleistung abverlangt, die sie mithilfe ihrer Meditationsroutine abliefern können. Auch Studenten können sich an ihren Techniken ein Beispiel nehmen, um die Prüfungsphase mit mehr Gelassenheit und Konzentration zu bewältigen.

Für den Schriftsteller Tony Robbins ist die tägliche Meditation ein wichtiger Baustein, um seinen hektischen Alltag gestärkt anzugehen und sich auf all seine Aufgaben vorzubereiten. Dazu hat er eine 10-Minuten-Meditation entwickelt, die jeder Zuhause nachmachen kann.

  1. Die erste Minute der Meditation ist der Atmung gewidmet. Dabei sitzt man mit geschlossenen Augen aufrecht auf einem Stuhl. Beim Einatmen werden die Arme gerade nach oben gestreckt, beim Ausatmen wieder gesenkt, bis die Hände auf Schulterhöhe sind. Die Handinnenflächen zeigen dabei nach oben. Dieses Vorgehen wird 30 Mal wiederholt, dann erfolgt eine kleine Pause. Insgesamt wird die Übung drei mal ausgeführt.
  2. In den nächsten drei Minuten drückt man seine Dankbarkeit für drei Dinge aus. Das kann leise, aber auch laut erfolgen.
  3. Es folgt die Verbindung mit dem eigenen Körper. Dabei stellt man sich vor, wie man durch seinen Körper reist und jedes Körperteil spürt. Diese Reise dauert ebenfalls drei Minuten.
  4. Die letzten drei Minuten sind dem Erfolg gewidmet. Man stellt sich für je eine Minute einen Erfolg vor, den man vor kurzem hatte. Besonders gut für diese Meditation sind Erfolge, bei denen man anderen geholfen hat.

Young Woman Meditating on the Floor — Image by © Royalty-Free/Corbis

Basketballspieler Kobe Bryant berichtet über seine Meditationspraxis, dass sie ihm zu innerer Ruhe verhilft. Wenn es in wichtigen Spielen um alles ging, war es häufig an Bryant, die entscheidenden Punkte zu machen. Durch die Meditation konnte er alles andere ausblenden und sich nur auf die anstehende Aufgabe konzentrieren. Eine Fähigkeit, die auch für Studenten in einer Prüfung wichtig ist. Seit 2000 meditiert Bryant für 10 bis 15 Minuten jeden Morgen.

Er setzt dabei auf eine Achtsamkeitspraxis. Der Fokus des Meditierenden liegt ganz im Hier und Jetzt. Der Augenblick wird mit allen Sinnen und in all seinen Facetten wahrgenommen. Die Körperreise ist eine Meditation der Achtsamkeitspraxis. Dabei sitzt der Meditierende bequem, aber nicht schlaff. Dann fühlt er in seinen Körper hinein, beginnend bei Kopf oder Fuß. Er fühlt langsam an seinem Körper entlang. Wie sitzt der Kopf gerade? Wo fühle ich Verspannungen? Wie fühlt sich der Sitz an? So konzentriert man sich auf diesen einen Augenblick und blendet alles andere aus. Eine Übung, die bei möglichen ablenkenden Gedankengängen während einer Prüfung sehr hilfreich sein kann.

Bertrand ElkY Grospellier ist professioneller Pokerspieler. Beim Pokern kommt es vor allem auf die kognitiven Fähigkeiten an, will man am Tisch gewinnen. Auch er meditiert jeden Tag, besonders gerne in stressigen Zeiten und an Turniertagen. Beim Pokern muss der volle Fokus auf dem Tisch und den Karten liegen. Sonst kann man schnell eine Chance verpassen. Damit muss eine Meditationspraxis für Grospellier dieselben Anforderungen erfüllen wie für Bryant oder einen Studenten vor der Prüfung. Die Meditation hilft, den Fokus auf die aktuelle Aufgabe zu richten und auch darauf zu belassen. Entsprechend ist auch „ElkY“ ein Anhänger der Achtsamkeitsmeditation.

Die Anforderungen für Unternehmer und Profisportler sind im kognitiven Bereich nicht weit entfernt von denen bei Studenten in Prüfungssituationen. Die vorgestellten Meditationstechniken der Profis können deshalb auch Studenten helfen, weniger gestresst und mit einem besseren Fokus in die Prüfung zu gehen. Für den Einstieg in die Meditation können zudem Apps wie 7Mind, Headspace oder Calm weiterhelfen.

 

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