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Glück – oder die Liebe zu den Vögeln

| Anders Leben | 24. Mai 2018

Jetzt sehe ich in meinem Garten wieder überall die Vogelbabies in den Zweigen oder am Teich spielen und höre ihre zarten Stimmchen in den Büschen. Mit großen Augen betrachten sie alles Neue, das sie zum ersten Mal sehen. Das erinnert mich an eine wunderbare Erfahrung mit einem Vogel, die unvergesslich bleibt.

Es gab eine Zeit, in der ich Vögel nicht großartig beachtet habe. Ich mochte ihren Gesang in lauen Sommernächten und vermisste ihn im Winter. Alles änderte sich im Sommer 2003. Ich hatte mir zum Geburtstag eine Visions-Suche in den italienischen Alpen geschenkt. Beim Aufbauen der Zelte entdeckte ich einen fedrigen Ball neben meinem Zelt. Ich hob ihn auf und sah, dass es ein kleiner Vogel war, offensichtlich aus den Nest geplumpst. Ich nahm ihn zu mir und sorgte für ihn. Bereits am dritten Tag saß der Kleine, den ich ‚Birdie‘ nannte, wo immer ich hinging auf meiner Schulter oder balancierte auf meinem Kopf.

Er gedieh prächtig. Die Flaumfedern waren bald einem schönen Federkleid gewichen und ich begann, ihm zu zeigen, wie er kleine Insekten von Gräsern picken konnte. Außerdem ermutigte ich ihn zu fliegen, indem ich ihn auf einem Bäumchen absetzte und zu mir lockte. Es war faszinierend zu beobachten, wie schnell ein kleiner Vogel lernt. Er begleitete mich auf meiner Visionssuche, war ein Teil davon und erlebte selbst eine Einweihung in eine ganz besondere Erfahrung. In den vier Tagen Nachbereitung wurde er immer selbständiger und konnte schließlich allein überleben.

Das Glück, diese außergewöhnliche Begegnung mit einem wildlebenden Vogel erfahren zu dürfen, ist wie eine leuchtende Perle in meinem Herzen und immer wieder genauso frisch und intensiv, wenn ich mich erinnere.

Ich sitze an meinem kleinen Sekretär am Balkonfenster und betrachte die Blaumeisen-Familie in der ‘Bonsai-Birke’ im Kübel vor dem Fenster. Sie sind so zart und zierlich, wie sie die Sonnenblumen-Kerne aufmeißeln und an den Bällchen picken. Genauso hatte ich es mir vorgestellt, als ich diesen Futterplatz für die Kleinsten meiner gefiederten Garten-Bewohner anlegte. Die Vögel haben jetzt Nachwuchs und ich liebe es, die kleinen Federbällchen zu beobachten, wenn sie mit großen Augen alles genau betrachten oder in der Wasserschale plantschen.

Die Beziehung mit Birdie veränderte meine Aufmerksamkeit bezüglich der Vögel, die ich heute als eine große Bereicherung meines Lebens betrachte. In meinem Garten stehen und hängen mehrere Futterhäuschen und wenn die Meisen, Spatzen und Grünfinken ihre Jungen zu den Futterplätzen bringen, bin ich im puren Entzücken. Vögel tragen wesentlich zu meinem Glück bei.

Unsere Kolumnistin Karina Brenk-Ramirez war viele Jahre lernend in der Welt unterwegs, unter anderem in England und Westafrika. Von 1986 bis 2004 führte sie den spirituellen Buchladen namens AVALON in Kassel. Jetzt lebt sie als Therapeutin in Kassel und gibt ihre Erfahrung in Seminaren, Jahresgruppen und Workshops weiter und zelebriert die Rituale der Erde.

Hier gibt es weitere Informationen über sie: www.avalon-seminare.de

     

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