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Nachhaltig reisen

| Magazin, Reisen | 30. August 2018

Praktische Tipps

Wir alle können bereits mit kleinen, meist einfachen, Mitteln einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten – auch auf Reisen. Ob plastikfreies Vesper, ein veganes Restaurant oder der richtige Sonnenschutz – mit diesen praktischen Tipps kann jeder ohne großen Aufwand bewusster und nachhaltiger reisen und einige davon mit Sicherheit auch im Alltag umsetzen.

Bereits die Anreise lässt sich oftmals ökologischer gestalten: Die Anreise mit dem Zug erzeugt weitaus weniger Emissionen als die Anreise mit dem Auto. Zudem kann man vor Ort mit dem ÖPNV oder Leihrädern fahren. In vielen Bergregionen fahren Busse beispielsweise zu einem zentralen Ausgangspunkt für Wanderrouten, sodass ein eigener Wagen nicht notwendig ist. Im Zeitalter der Digitalisierung machen elektronische Tickets das Ausdrucken sowieso überflüssig. Schuhe und Dreckwäsche landen einfach im Stoffbeutel statt der Plastiktüte. Und bei der Wahl der Souvenirs lohnt es ebenfalls zu überlegen, ob es wirklich nützlich ist und unter welchen Bedingungen es produziert wurde. Gutes tun ist einfach!

Pflegeprodukte sinnvoll wählen

Ich packe meinen Koffer und nehme mit… Im Kulturbeutel sind plastikfreie Wattestäbchen und Kosmetikprodukte in biologisch abbaubaren Verpackungen eine gute Alternative und enthalten im besten Fall auch kein Mikroplastik. Die meisten Green Pearls® Hotels stellen nachhaltige Pflegeprodukte bereit, die entweder unverpackt sind oder nachfüllbar, sodass Gäste nichts von Zuhause mitbringen müssen. Für alle, die dennoch lieber die eigenen Produkte nutzen, empfiehlt sich einfach Stückseife statt Plastikflaschen, wie beispielsweise Bio-Shampooseife. Oder man stellt die Pflegeprodukte in der Unterkunft einfach gleich selbst her! Die HUBERTUS Alpin Lodge & Spa im Oberallgäu bietet einmal wöchentlich einen Workshop zur Herstellung von Naturkosmetik an, die natürlich in Glasgefäße abgefüllt wird.

Ähnlich wie beim schwedischen Trend Plogging, bei dem Jogger unterwegs Abfälle einsammeln, kann man dies auch sehr gut auf Wandertouren, am Strand oder am See machen – ganz einfach und nebenbei etwas Gutes tun. Will man lieber in einer Gruppe aktiv werden, sollte man sich informieren, ob gerade Aktionen in der Urlaubsregion stattfinden: Die thailändische Organisation „Trash Hero“ befreit Strände und Natur regelmäßig von Müll. Einige Hotels veranstalten selbst nachhaltige Projekte: Auf den Malediven können die Gäste des Gili Lankanfushi beispielsweise bei der Aufforstung von Korallenriffen helfen. Und bei verschiedenen Aktionen, wie dem monatlichen Reethi Day, werden in den maledivischen Resorts Reethi Beach und Reethi Faru Strand und Korallen gemeinschaftlich von Müll befreit.

Wasserverbrauch: Was man selbst tun kann…

In vielen Ländern ist Wasser selbstverständlich, in anderen wiederum nur begrenzt vorhanden. Deshalb ist ein grundsätzlich verantwortungsbewusster Umgang mit der wertvollen Ressource auch im Urlaub notwendig. Ein grundlegender Tipp ist beispielsweise die Duschzeit verkürzen, das Wasser beim Zähneputzen oder Einseifen abdrehen und Handtücher sowie Bettbezüge mehrfach verwenden. Fast alle Hotels bieten inzwischen an, Handtücher nur bei Bedarf zu wechseln.

…und was die Hotels tun können

Viele Green Pearls® Hotels haben sich mit dem Thema Wasserverbrauch bereits intensiv beschäftigt: So setzt das Creativhotel Luise in Erlangen die Duschtechnologie der NASA ein, die 90 Prozent Wasser und 80 Prozent Energie einspart, zudem werden die Toiletten mit Regenwasser gespült. Das italienische Relais del Maro setzt zum einen auf wassersparende Armaturen und bezieht zum anderen Wasser aus einem nahegelegenen artesischen Brunnen  zur Bewässerung von Garten und Pool. Auf eine komplett selbständige Wasserversorgung ist das Zeavola Resort auf Koh Phi Phi angewiesen und daher besonders an nachhaltiges Wassermanagement gebunden. So gibt es Filteranlagen, welche die Wassermenge beim Duschen reduzieren, Regenwasseranlagen und sogar das Kondenswasser der Klimaanlagen wird in den Wasserkreislauf des Hotels eingeführt. Seit kurzem sorgen diverse Aufbereitungs- und Abfüllanlagen zudem dafür, dass Gäste nur noch vom Resort „selbst hergestelltes“ Wasser trinken.

Den richtigen Sonnenschutz wählen

Konventioneller Sonnenschutz hat erhebliche Folgen für das marine Ökosystem, da die chemischen Substanzen das Korallensterben fördern. Generell sollte Sonnencreme eine längere Zeit vor dem Baden aufgetragen werden, damit sie gut in die Haut einziehen kann und sich im Wasser weniger Creme löst. Am besten sind allerdings grüne Alternativen wie Bio-Sonnencreme. Durch die natürlichen Inhaltsstoffe und mineralischen UV-Filter sind sie weder für den Menschen noch die Umwelt schädlich. Genau aus diesem Grund bietet das Tongsai Bay „korallenfreundliche“ Sonnencreme an, und auch im Gili Lankanfushi finden Reisende umweltfreundlichen Sonnenschutz. Um Plastik zu vermeiden, gibt es hier zudem Sonnenbrillen mit Holzrahmen.

Es geht auch umweltfreundlich: Das leibliche Wohl pflegen

Gutes Essen gehört zu jedem guten Urlaub! Für den Geschmack und das gute Gewissen lohnt es sich, nach grünen Restaurants in der Umgebung zu suchen: bei veganen, biologischen oder Zero-Waste-Restaurants lässt es sich auch ohne große Einbußen umweltbewusst genießen. Statt Essen mitzunehmen, geht man ins Restaurant und spart dadurch die Wegwerfverpackung – oder bringt seine eigenen Behälter (Becher, Dosen, Flaschen) zum „take-away“ mit. Auch Plastikflaschen kann man so leicht vermeiden, denn in vielen Urlaubsregionen gibt es Leitungswasser in Trinkqualität, das man in seine wiederverwendbaren Flaschen abfüllen kann. Manchmal kommt es sogar noch besser: Im Wiener Hotel Das Capri sowie im Arosea Life Balance Hotel in Südtirol kommt frisches Quellwasser aus der Leitung.

Quelle: www.greenpearls.com – Unique Places

  

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