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Veganer „Eier“likör – Veierlikör

| Kulinarisches | 8. Januar 2015

Vor einiger Zeit erinnerte ich mich daran, wie gern ich früher Eierlikör getrunken habe, z.B. gab es bei meiner Oma, zu Sylvester ein Glas Fanta mit einem kleinen Schluck Eierlikör – die Eltern durften das natürlich nicht wissen.

Ich wollte also Eierlikör selbst machen – genau, wie meine Oma. Was aber tun, wenn er vegan sein soll? Ich machte mich also auf die Suche und war erstaunt: Im ursprünglichen Eierlikör befand sich kein einziges Ei!

Und das ist die Geschichte dazu: Im 17. Jahrhundert entdeckten europäische Eroberer im heutigen Brasilien bei Ureinwohnern des Amazonas ein Erfrischungsgetränk mit Namen „Abacate“. Aus dem mit Avocados hergestellten Getränk wurde unter Beimischung von Rohrzucker und Rum „Advocaat“, die Vorform des heutigen Eierlikörs. Nach Darstellung der Firma Verpoorten erfand der aus Antwerpen stammende Unternehmensgründer Eugen Verpoorten den Eierlikör in seiner heutigen Form in dem Bestreben, dieses Getränk zu imitieren. Da Avocados in Europa schlecht verfügbar waren, verwendete er stattdessen Eigelb. (Quelle: Wikipedia)

Ich habe also begonnen, mit Avocados herumzuexperimentieren.

Und das ist das ultimative Rezept:

1 vollreife Avocado
50 g Rohrzucker
½ Teel. Vanille
300 ml Weinbrand
300 ml Apfel-Mango-Saft (evt. etwas mehr oder weniger, je nach Größe und Konsistenz der Avocado)

Alles zusammen eine Weile mixen, es schäumt leicht auf.

Auf der Sylvesterparty, zu der ich den Abacate – Veierlikör mitbrachte, beschrieb ein Gast ihn als „ein dyonysisches Getränk – direkt von Aphrodite gebraut“.

Natürlich funktioniert dieses leckere Getränk auch ohne Alkohol, dann lässt man einfach den Weinbrand weg und nimmt entsprechend mehr Apfel-Mango-Saft.

Wohl bekomm’s!

Vielen Dank an Wilhelmine Wulff / pixelio.de, die die schöne Avocado fotografierte.

   

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6 Antworten zu “Veganer „Eier“likör – Veierlikör”

  1. Hallo,

    vielen Dank für das tolle Rezept. Ich habe es ausprobiert und war sehr begeistert. Nach dem Ausprobieren „im stillen Kämmerlein“ habe ich es Gästen (alle Veganer) vorgesetzt, die ebenfalls sehr begeistert waren.
    Mit diesem Rezept (habe auch schon welche ausprobiert, die weniger gelungen waren) könnte man das nächste Kultgetränk publizieren.
    Nochmals Danke.

    Viele Grüße
    Cornelia

    • tip-Magazin am 5. Februar 2016 @ 16:03

      Ja, lieber Cornelia, das könnte echt das nächste Kultgetränk werden. Auf der Silvesterparty im letzten Jahr war es schon so.

  2. huhu,
    wie lange hält der sich?
    liebgrüßt
    caro

    • Oh, liebe Caro, das kann ich gar nicht beantworten, denn wir haben ihn immer innerhalb von ein bis zwei Tagen weggeschnaselt.

      • ohe.. ich wollte ihn gerne zu weihnachten verschenken, aber ich kann ihn rein stressmäßig nicht am 23. oder 24. zubereiten.. und wenn ich ihn verschenke mit dem hinweis, dass er sofort getrunken werden muss, wär das ja auch irgendwie schräg 😉 hm, na wir schauen mal. danke jedenfalls für deine schnelle antwort 🙂
        frohes fest und viel freude beim silvesterlichen schnaselieren ;P

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