Herzlich willkommen, Besucher! [ Registrieren | Anmeldenrss  |  tw

wiese.jpg

Was sind eigentlich … die Rauhnächte?

| Anders Leben | 22. Dezember 2017

Als Rauhnächte – nach neuer Rechtschreibung „Raunächte“ – früher auch „Rauchnächte“ genannt – bezeichnet man die Nächte, die vom 24. auf den 25. Dezember beginnen und am 6. Januar, an „Heilige drei Könige“ enden. Das ist eine Zeit, in der man traditionell keine Wäsche wusch, früher das Spinnrad still stand und überhaupt eine ruhige – aber festliche Zeit war.

Diese Besonderheit stammt noch aus der Zeit, als der Mondkalender eine Rolle spielte. Denn die 12 „Monde“, oder „Monate“, die jeweils 29,5 Tage lang sind, umfassen nur einen Zeitraum von 354 Tagen. Es waren also Tage „übrig“. Diese Tage wurden die „toten Tage“ genannt. Die Natur ruhte sowieso und die Menschen nutzten diese Tage auch zur Erholung.

In verschiedenen Regionen Europas gilt dies als eine Zeit, in der die Pforten zu den anderen Welten offen stehen und z.B. in Griechenland kommen die „Kalikanzari“, das sind Kobolde, die allerhand Unsinn anrichten, für zwei Wochen zu den Menschen. Im Alpenraum sorgen die Perchten dafür, dass die Menschen nicht arbeiten. Wer doch dabei erwischt wird, wird bestraft. Vor allem in Skandinavien zog in diesen Nächten die „wilde Jagd“ – in einigen Gegenden angeführt von Gott Odin – durch die Lüfte.

Traditionell wurden in dieser Zeit täglich der Stall und die Wohnräume mit Weihrauch geräuchert, um Krankheiten und böse Geister zu vertreiben.

Auch wurde diese Zeit genutzt, um zu orakeln. Damit wollten die Menschen herausfinden, wie das kommende Jahr sich entwickelt. Wir können diese Tage auch heute dazu nutzen, indem wir z.B. jeden Abend eine Orakelkarte ziehen. Da bietet sich der Tarot an oder auch die Glückskarten, bei denen man jeweils eine Karte für die Bereiche: Liebe, Geld und Gesundheit ziehen kann.

Eine weitere Möglichkeit, um herauszufinden, wie das neue Jahr wird, ist, aufzuschreiben, was man träumt. Dabei ist es hilfreich, abends ein Buch ans Bett zu legen und direkt die Träume aufzuschreiben, bevor man sie wieder vergisst.

Wer noch nicht so geübt damit ist, seine Träume zu behalten, kann folgendes ausprobieren: Abends ein Glas Wasser mit ans Bett nehmen. Vor dem Einschlafen die Hälfte austrinken und sich vornehmen, am anderen Morgen, beim Austrinken der anderen Hälfte, alle Träume wieder präsent zu haben.

Eine schöne und erkenntnisreiche Rauhnachtzeit wünscht Dir

 

  

1,313 Ansichten insgesamt, 3 heute

  

Kommentar schreiben

Suche

Tipps der Woche



Veranstaltungen

Ad
Ad
Ad
Ad
Ad
Ad

Newsletter abonnieren

Bleiben Sie auf dem Laufenden!