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Wilde Früchtchen als Bodendecker für intelligente Faule

| Anders Leben | 6. März 2019

Walderdbeeren eignen sich hervorragend als Bodendecker für halbschattige Plätze und sie mögen einen Boden, der gut mit Humus versorgt ist. Also ihrem natürlichen Lebensraum, dem Waldboden, möglichst ähnlich ist. Sie sind mehr oder weniger immergrün, sie sind äußerst anspruchslos und pflegeleicht.Sie vermehren sich bestens ohne weiteres Zutun und bedecken in kürzester Zeit freie Flächen zwischen Sträuchern und Stauden – und auch unter Laubbäumen – zuverlässig. Sie unterdrücken durch ihren dichten Wuchs mit den vielen Wurzelausläufern unerwünschtes „Unkraut“ nahezu perfekt und halten auf natürliche Weise den Boden länger feucht. Also ein hervorragender Bodendecker für intelligente, faule Gärtner.

Das ist die eine Seite. Walderdbeeren bieten jedoch noch einen schönen Nebeneffekt, sie liefern diese wunderbaren leckeren, kleinen roten Früchte – und ihre Blüten Nahrung für Bienen und andere Insekten. Allerdings ist die Ernte eher nichts für intelligente Faule, sondern mehr für fleißige Lieschen.

Lässt man Walderdbeeren gewähren bzw. hat genügend Platz (einige Quadratmeter), reicht die Ernte in den Sommermonaten leicht für das eine oder andere Dessert. Zum Beispiel Vanillewaffeln mit Walderdbeersahne oder ein Erdbeermilchshake. Spielt das Wetter mit und es ist nicht zu trocken, kann man bis in den Herbst hinein die leckeren roten Früchtchen naschen, die meiner Meinung nach noch immer am besten direkt von der Hand in den Mund schmecken.

Wer Walderdbeeren noch nie versucht hat, wird überrascht sein, wie unbeschreiblich intensiv das Erdbeeraroma ist. Da kann keine noch so tolle Zuchterdbeere mithalten. Einen Nachteil haben sie allerdings auch: Sind sollten ausschließlich frisch verarbeitet werden, da sie sehr weich sind und kaum ein paar Stunden im Kühlschrank „überleben“.

Auch Marmelade aus Walderdbeeren ist nicht zu empfehlen, das Aroma verfliegt, wenn sie gekocht werden. Da sind ihre Verwandten, die Gartenerdbeeren, klar im Vorteil. Mein Tipp: Statt der üblichen Sorten, „Mieze Schindler“ pflanzen. Sie kommt recht nahe an das Walderdbeeraroma und lässt sich zudem auch sehr gut zu Marmelade verarbeiten.

Zum Schluss will ich noch die Heilkraft der Erdbeerblätter (man sammelt sie im Frühsommer) erwähnen. Sie sind oft Bestandteil für Kräutertee-Mischungen. Sie sollen harntreibend, leicht abführend wirken und die Haut verbessern. Wer eine Erdbeerallergie hat, lässt jedoch besser die Finger davon.

Text: Heidrun Lutz | http://wildeschoenheiten.wordpress.com

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